Unsere Leistungen zu ALCOA+-Compliance
Wenn Sie die Prinzipien nicht nur verstehen, sondern nachweisen müssen, unterstützen wir mit einer ALCOA-Gap-Analyse. Wir prüfen immer beides: die Systemkonfiguration und die Arbeitsweise davor und danach.
Welche Systeme sollen zuerst auf den Prüfstand?
Erstgespräch vereinbarenALCOA-Wegweiser
Wo stehen Ihre Daten heute?
Wählen Sie die Ausgangslage. Sie erhalten einen fokussierten Einstieg mit passender Referenz und Kontaktweg.
Standort bestimmen mit dem Data Integrity Check
Acht Fragen zu ALCOA+, Audit Trails, Datenlebenszyklus und Laborsystemen zeigen Reifegrad und priorisierte Handlungsfelder, bevor die Gap-Analyse startet.
Findings schließen, bevor die Inspektion kommt
Fehlende Audit Trails, Sammelkonten oder Rückdatierung: wir ordnen jedes Finding dem verletzten Prinzip zu und bauen Root Cause, CAPA und Nachweise strukturiert auf.
Kritische Tabellen mit Änderungsnachweis
Bei der Excelsheet-Validierung erhalten kritische Tabellen einen Änderungsnachweis: Benutzer, Zeit, Altwert, Neuwert und Grund werden protokolliert.
Labor-IT: Kiosk, Audit Trail, Backup
Labor-PCs an Messgeräten absichern: Kiosk-Modus gegen Manipulation am Betriebssystem, protokollierte Änderungen, Backup-Konzept und langfristige Lesbarkeit der Herstellersoftware.
Enduring und Available nachweisen
Bei der Außerbetriebnahme von Laborsystemen archivieren wir GxP-Daten mit Hash und Audit Trail und belegen die Wiederherstellung per Restore-Test.
Was ist ALCOA?
ALCOA ist ein Akronym aus fünf englischen Begriffen: Attributable, Legible, Contemporaneous, Original, Accurate. Zusammen beschreiben sie, wann eine Aufzeichnung vertrauenswürdig ist. Die Formel ist kein Gesetz. Sie entstand in den 1990er Jahren als Merkhilfe von FDA-Inspektoren, geprägt durch Stan W. Woolen aus dem Office of Enforcement der FDA. Von dort wanderte sie in Behördenleitlinien weltweit.
Später kamen vier Ergänzungen dazu (ALCOA+) und zuletzt ein zehntes Merkmal (ALCOA++). Der Kern bleibt immer gleich: Wer eine Zahl liest, muss sich darauf verlassen können, dass sie echt, vollständig und nachvollziehbar ist.
Referenz: DI-Gap-Assessment an validierter GxP-Software mit ALCOA++, Audit Trail und Zugriffskontrolle. Case Story lesen
Die fünf ALCOA-Grundprinzipien mit Alltagsbeispielen
Attributable, zuordenbar
Legible, lesbar
Contemporaneous, zeitgleich
Original, Originaldaten
Accurate, korrekt
ALCOA+: die vier Ergänzungen
ALCOA+ ergänzt vier Merkmale, die vor allem bei elektronischen Systemen technisch abgesichert werden müssen.
Complete, vollständig
Consistent, konsistent
Enduring, dauerhaft
Available, verfügbar
ALCOA++: Traceable als zehntes Merkmal
Traceable, rückverfolgbar
Wichtig für die Einordnung: Der Entwurf zur Revision von EU-GMP Kapitel 4 vom Juli 2025 verwendet den Begriff ALCOA++. Die geltenden Leitlinien von FDA, MHRA, WHO und PIC/S schreiben weiterhin ALCOA oder ALCOA+. Wenn wir auf dieser Website ALCOA++ schreiben, meinen wir den vollständigen aktuellen Merkmalssatz, keine neue Rechtslage. Zitierte Leitlinien benennen wir immer mit ihrem eigenen Begriff.
Data Integrity Check
Acht Fragen zu ALCOA+, Audit Trails, Datenlebenszyklus und Laborsystemen. Mit Reifegrad und priorisierten Handlungsfeldern.
Data Integrity Check startenPart-11-Check
Acht Fragen zu elektronischen Aufzeichnungen, Audit Trails, Zugriffskontrollen und elektronischen Signaturen nach FDA 21 CFR Part 11.
Part-11-Check startenWo ist ALCOA definiert?
Es gibt kein einzelnes ALCOA-Gesetz. Die Prinzipien stehen in mehreren Behördenleitlinien, die sich gegenseitig bestätigen. Verbindlich werden sie über die GxP-Regelwerke, die integere Aufzeichnungen fordern.
ALCOA
- FDA: Data Integrity and Compliance With Drug CGMP beschreibt ALCOA für die US-Aufsicht.
ALCOA+
- MHRA: GxP Data Integrity Guidance verwendet ALCOA+ für alle GxP-Bereiche.
- WHO: TRS 1033, Annex 4 beschreibt ALCOA+ für Hersteller weltweit.
- PIC/S: PI 041 ist der Inspektionsleitfaden der GMP-Inspektorate zu Data Integrity.
EU-GMP
- Annex 11 regelt computergestützte Systeme.
- Der Entwurf zu Kapitel 4 vom Juli 2025 führt ALCOA++ ein.
Für wen gilt ALCOA?
ALCOA gilt für alle, die GxP-Aufzeichnungen erzeugen oder verwalten: Pharma- und Biotech-Unternehmen, Auftragslabore und Teile der Medizintechnik, soweit GMP, GLP oder GCP anwendbar sind. Ebenso gilt es für Betreiber computergestützter Systeme, in denen solche Aufzeichnungen liegen, vom LIMS bis zum validierten Excelsheet.
Die einfache Faustregel: Fließen Ihre Daten in eine Chargenfreigabe, eine Studie oder ein Zulassungsdossier ein, gelten die Prinzipien. Für eine Website oder einen Webshop ohne GxP-Bezug gelten sie nicht. Unsere Kunden im Life-Science-Umfeld arbeiten fast immer im Geltungsbereich.
Warum Part 11 und Annex 11 allein nicht genügen
21 CFR Part 11 und EU-GMP Annex 11 sind Regeln für computergestützte Systeme. Sie decken damit einen Ausschnitt ab, nicht das Ganze.
Part 11 und Annex 11 regeln
- Elektronische Aufzeichnungen
- Elektronische Signaturen
- Audit Trail
- Zugriffskontrolle
ALCOA und DI-Leitlinien ergänzen
- Vollständigkeit und zeitgleiche Erfassung
- Dauerhafte Verfügbarkeit
- Nachvollziehbarkeit, wer was geändert hat
- Papieraufzeichnungen und Prozesse rund um das System
Deshalb prüfen wir in Projekten zu Data Integrity und Computersystemvalidierung (CSV) immer beides: die Systemkonfiguration und die Arbeitsweise davor und danach.
ALCOA in der Praxis: Beispiele aus unseren Produkten
So sehen die Prinzipien konkret aus, wenn sie in Software umgesetzt sind.
STREAM
RADAR
Excelsheet-Validierung
Access-zu-WebApp-Upgrade
Individuelle GxP-Anwendungen bauen wir von Anfang an mit Audit Trail und Rollenkonzept, siehe Softwareentwicklung für Life Science.
ALCOA im eigenen System umsetzen?
Erstgespräch vereinbarenUnser Vorgehen in GxP-Projekten reicht von der Planung bis zur Freigabe. Jeder Schritt endet mit einem Ergebnis, das Sie in QA-Review und Audit vorlegen können. GxP-Beratung in fünf Schritten ansehen